Warum Privatsphäre-Maxis Bitcoin brauchen – und umgekehrt

Porträt von derHelper

Ein Gastbeitrag von derHelper

Bitcoin-Zeichen ohne Umrandung neben dem offiziellen Privatopia-Logo

Früher war mein Glaubenssatz: „Ich habe ja nichts zu verbergen. Und über Geld spricht man nicht, man hat es.“

Dann entdeckte ich Bitcoin, und mein Leben drehte sich um 180 Grad.

Plötzlich hinterfragte ich alles. Was ist Geld überhaupt? Warum steigen die Preise, obwohl wir dank technischem Fortschritt immer mehr und immer günstiger produzieren können? Eigentlich müssten sie doch fallen. Warum kann ich nicht beliebig viel Bargeld abheben, obwohl es doch MEIN Geld ist? Und warum muss ich mich überall ausweisen, sobald ich im Internet etwas kaufen will?

Bitcoin hat mir auf all diese Fragen eine Antwort gegeben: Wir leben in einem Schuldgeldsystem namens Fiatgeld. „Fiat“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „es werde“, wie in „Fiat lux“, „es werde Licht“. Fiatgeld heißt also: „Es werde Geld“. Geld, das aus dem Nichts entsteht, und zwar als neue Schulden.

Schulden brauchen Identität

Genau hier liegt das fundamentale Problem, das so viele gesellschaftliche Spannungen erzeugt: Wer Schulden vergibt, muss wissen, wer der Schuldner ist. Sonst sieht er sein Geld nie wieder.

Deshalb sind bei Banken umfassende KYC-Prüfungen nötig. Du musst dich komplett nackig machen: Name, Anschrift, Geburtsdatum, Geburtsort, Ausweis, Anzahl der Kinder, Vermögen, Einkommen und so weiter.

Dasselbe gilt für PayPal. Wenn du dort bezahlst, geht PayPal in Vorleistung. Der Händler bekommt sein Geld sofort, die eigentliche Abwicklung zwischen den Banken läuft im Hintergrund und ist erst später endgültig. In der Zwischenzeit entstehen Forderungen, und PayPal muss wissen, bei wem es sie eintreiben kann. Also müssen sich alle Beteiligten ausweisen.

Unsere finanzielle Privatsphäre ist hinüber

Das kann zu gewaltigen Problemen führen. Einbrüche, Erpressungen bis hin zu Folter werden erst dann möglich, wenn Kriminelle an unsere Daten kommen und sie gegen uns verwenden.

Wie können wir uns davor schützen? Indem wir das System verlassen und ein Geld nutzen, das nicht auf Schulden basiert. Dieses Geld ist Bitcoin.

Bitcoin entsteht durch den Einsatz von Energie und Zeit, nicht durch Kredite. Deshalb gibt es in Bitcoin keine Namen, sondern nur eine Transaktionshistorie: Adresse A hat x,xx Bitcoin an Adresse B gesendet. Wer hinter den Adressen steckt, spielt keine Rolle, denn eine Bitcoin-Transaktion ist endgültig. Niemand muss jemandem hinterherlaufen. Das Wort „Geld“ kommt unteranderen von „jetzt gilt es“. Bitcoin gilt sofort und ist damit Geld in Reinform.

Diese Eigenschaft schafft eine Welt, in der jeder privat und ohne Ausweis bezahlen kann. Dein Händler muss deinen Namen nicht kennen, weil er seinem Geld nicht nachjagen muss.

Diese unscheinbare Veränderung schützt jeden Einzelnen, denn wo keine Daten gesammelt werden, können auch keine verloren gehen. Getreu dem Motto: „Das beste Teil ist kein Teil.“ Was nicht existiert, kann nicht kaputtgehen.

Bitcoin wurde geschaffen, um reines Geld zu sein: Geld, das seine Kaufkraft bewahrt und das du selbst verwahren kannst. Der Schutz vor Angriffen ist ein netter Nebeneffekt.

Von Bitcoin zur Privatsphäre

Erst durch Bitcoin habe ich verstanden, wie wichtig Privatsphäre ist und dass sie nicht beim Geld aufhört. Auch VPN, Betriebssystem, Browser, Impressum und Co. hinterlassen Daten, die gefährlich werden können. Also ging meine Reise weiter, von Bitcoin zur Privatsphäre.

Dank Timo und Nino von Privatopia habe ich gelernt, welcher VPN wirklich anonym ist, wie man GrapheneOS aufs Handy flasht und welcher Browser der beste ist. Und das Erstaunliche: Es war kinderleicht!

Warum beides zusammengehört

Privatsphäre und Bitcoin passen wie Arsch auf Eimer. Privatsphäre-Maxis können den ganzen Tag predigen, wie wichtig ein VPN ist. Wer ihn aber mit Kreditkarte bezahlt, hat seine Privatsphäre schon wieder verspielt. Erst mit Bitcoin gibt es ein Geld, mit dem man wirklich privat bezahlen kann, vor allem über die zweite Ebenen wie Lightning, Liquid oder Fedimint, die eine sehr hohe Privatsphäre besitzen.

Dank Bitcoin entstehen gerade immer mehr private Dienste, die vorher gar nicht möglich waren. Ein Beispiel ist PPQ.AI: ein KI-Proxy, über den du alle gängigen KI-Modelle mit Bitcoin-Guthaben nutzen kannst, ganz ohne Account.

Bitcoin ist so zum Fundament vieler Werkzeuge geworden, die es ohne Bitcoin nicht gäbe.

Betrachte Bitcoin deshalb nicht nur als Investment, sondern als Werkzeug, das dir Freiheit, Selbstsouveränität und Privatsphäre schenkt!